Ayurveda
Ayurveda ist die "Lehre des langen und glücklichen Lebens" und die Schwesternwissenschaft des Yogas.
(Übersetzt aus dem Sankrit: Ayus = Leben und Veda = Wissen)
Ziel ist es im Ayurveda, mit Hilfe eines gesunden Lebensstils, Körper, Geist und Seele gesund zu erhalten und so das allgemeine Wohlbefinden zu steigern. Die Prävention steht immer im Vordergrund. Denn durch einen ausgeglichen Lebensstil wird dafür gesorgt, dass wir nicht krank werden.
Ayurveda bietet einige Ansätze wie du selbst aktiv werden kannst. Mit der Bestimmung deines Doshas (Bioenergie die unser Wesen ausmacht), der Empfehlung für eine ausgeglichene Lebensweise (passend zu deinem Dosha), mit gesunder Ernährung und regelmäßiger Bewegung sowie Reinigungsritualen, kann dein Dosha wieder ins Gleichgewicht gebracht werden.
Bei einer Erkrankung empfiehlt es sich einen Arzt oder Ayurveda Therapeut aufzusuchen.
Doshas
Nach dem Konzept der Ayurveda gibt es Fünf Elemente: Äther, Luft, Feuer, Wasser und Erde. Sie bilden die Grundlage für den Aufbau des Menschen, der Umwelt und der gesamten Schöpfung. Diese Elementarkräfte nennen sich Doshas und werden in Vata (Luft & Äther), Pitta (Feuer & Wasser), Kapha (Wasser & Erde) eingeteilt.
Sind die Doshas im Gleichgewicht, halten sie alle notwendigen Körperfunktionen aufrecht und unterstützen so den Körper. Befinden sie sich in einen unausgewogenen, also pathogenen, Zustand kann es zu Befindlichkeitsstörungen und Erkrankungen führen.
Doshas finden wir nicht nur in uns Menschen. Jedes Tier, jede Pflanze, jeder Tag-, Monat-, Jahr.... wird in Doshas eingeteilt.
Unsere Arbeit ist unsere Leidenschaft und ein positiver Antrieb für jeden neuen Tag. Sie bringt uns dazu, Herausforderung als Chance zu verstehen und neue Ziele zu erreichen.
Frühling ist Kapha Zeit
Die Zeit ist geprägt von Aufbau und Wachstum aber auch mit Feuchtigkeit,
Schleimansammlung und einem langsamen Verdauungsfeuer (Agni). Ein typisches Zeichen eines erhöhten Kaphas im Frühling sind Müdigkeit, Allergien aber auch Antriebslosigkeit.
Daher wir aus der Sicht der Ayurveda eine Anpassung der Ernährens- und Lebensweise empfohlen.
- Stehe früh auf, um mit Schwung in den Tag zu starten.
- Für Menschen, die zu Erkältungen und Heuschnupfen neigen, ist eine morgendliche Nasenspülung sehr hilfreich.
- Trinke tagsüber 1 Liter Ingwerwasser, um deinen Stoffwechsel anzukurbeln.
- Versuche so viel Zeit wie möglich an der frischen Luft zu verbringen.
- Vermeide schwere, fettige und süße Speisen.
- Verwende Gewürze wie Ingwer, Zimt, Kardamom, Pfeffer und Kurkuma in deiner Küche.
- Mache regelmäßig Sport oder Yoga.
- Verwende Öle wie Sesamöl oder Mandelöl für Massage
Ayurvedischer Frühlingstee
Zutaten (für ca. 1 Liter Tee):
- 1 TL frischer oder getrockneter Ingwer (wärmt und regt die Verdauung an)
- ½ TL Kurkumapulver (entzündungshemmend, reinigend)
- ½ TL Fenchelsamen (unterstützt die Verdauung und hilft bei Blähungen)
- ½ TL Koriandersamen (entgiftend, beruhigend für den Magen)
- ½ TL Zimt (wärmt, fördert die Durchblutung)
- 1 Prise schwarzer Pfeffer (verstärkt die Wirkung von Kurkuma)
- 1 TL Honig (erst nach dem Abkühlen auf Trinktemperatur hinzufügen, wirkt schleimlösend)
- Frischer Zitronensaft nach Geschmack
Zubereitung:
- Alle Gewürze (außer Honig und Zitrone) in einen Topf mit 1 Liter Wasser geben.
- Aufkochen und dann ca. 10–15 Minuten auf niedriger Hitze köcheln lassen.
- Den Tee abseihen und leicht abkühlen lassen.
- In den lauwarmen Tee lauwarm den Honig und etwas frischen Zitronensaft hinzufügen.
- In kleinen Schlucken genießen – am besten morgens oder mind. 30 Minuten nach den Mahlzeiten.
Tipp: Dieser Tee hilft, überschüssiges Kapha sanft auszuleiten, die Verdauung zu stärken und sorgt für ein wohlig-warmes Gefühl, ohne zu beschweren.
Power Frühstücksbrei (2 Port. )
Rezept:
- 4 El Getreidemischung (Dinkel, Gerste, Hafer, Reis)
- 4 El Nüsse grob gehackt (Cashew, Walnüsse)
- je 2 El Rosinen, Leinsamen
- je 4 Datteln, Feigen beides gehackt
- 1 El Kokosöl oder Ghee
- 1 Stk. regionales Obst und/oder 1 Hand voll Beeren
(frisch od. gefroren)
- Kardamom, Safran, Zimt nach Geschmack
- nach Bedarf Wasser oder Pflanzenmilch (Soja, Hafer,
Reis..)
Nüsse grob hacken und in einer Pfanne ohne Fett anrösten - beiseitestellen. Getreide im selben Topf kurz anrösten, Ghee bzw. Kokosfett hinzufügen u. kurz weiterrösten.
Nun die zerkleinerten Dattel, Feigen, Rosinen, Leinsamen, Obst und Gewürze hinzufügen. Mit warmen Wasser oder etwas Pflanzenmilch aufgießen und zugedeckt ein paar Minuten köcheln lassen. Wenn der Brei fertig ist, nochmals ein paar Minuten zugedeckt ziehen lassen und erst jetzt die Beeren unterheben.
Mit Zimt und Nüssen im Tiefenteller anrichten. Eventuell mit Agavendicksaft süßen.
Ayurveda-Rezepte für den Frühling
Kitchari
Ideal für ein Frühjahrs-Detox ist ein klassisches Kitchari. Es ist leicht verdaulich, nährend und hilft, überschüssiges Kapha aus zu leiten, während es das Verdauungsfeuer Agni stärkt.
Zutaten (für 2–3 Portionen):
- ½ Tasse Basmati-Reis
- ½ Tasse Mung-Dal oder gelbe Linsen (geschält und gespalten)
- 1 TL Ghee (oder Kokosöl für eine vegane Variante)
- ½ TL Senfsamen
- ½ TL Kreuzkümmelsamen
- ½ TL Koriandersamen (ganz oder gemahlen)
- ½ TL Kurkuma
- ½ TL Ingwerpulver oder 1 TL frisch geriebener Ingwer
- 1 Prise Asafoetida (optional – unterstützt die Verdauung)
- 5 Tassen Wasser (eventuell etwas mehr, je nach Gemüsemenge)
- 1 Handvoll frisches Blattgemüse (z. B. Spinat, Grünkohl oder Mangold) oder/und
- 1 Handvoll Wurzelgemüse (z.B. Karotten, Süßkartoffeln, Fenchel)
- Salz nach Geschmack
- Zitronensaft zum Servieren
Zubereitung:
- Reis, Mung-Dal/Linsen und Gemüse in einem Sieb gründlich waschen, bis das Wasser klar ist.
- Ghee erhitzen und die Senfsamen, Kreuzkümmel und Koriandersamen kurz anrösten, bis sie duften.
- Ingwer, Kurkuma und Asafoetida hinzufügen und kurz anbraten.
- Den gewaschenen Reis, mit Linsen/den Dal dazugeben und kurz mit den Gewürzen vermengen.
- Aufgießen mit Wasser und zum Kochen bringen. Hitze reduzieren und das Kitchari ca. 25–30 Minuten köcheln lassen, bis alles weich und cremig ist. Falls nötig, etwas mehr Wasser hinzufügen.
- Nach ca. 10 Minuten Kochzeit (je nach Wahl des Wurzelgemüses), das Wurzelgemüse hinzufügen und mit kochen.
- Das Blattgemüse vor Ende der Kochzeit hin zu fügen, kurz mit garen.
- Mit Salz und frischem Zitronensaft vor den servieren abschmecken.
Sommer - Zeit ist Pitta - Zeit
Nicht nur das Klima wird heißer und versorgt uns mit Sonne, wir sind auch wieder aktiver und genießen die warmen Sommerabende. (und das eine oder andere Gläschen)
Das Feuer im Außen nimmt zu, aber auch das innere Pitta steigt. Das heißt, dass du mehr Energie brauchst um deinen Körper zu kühlen. Somit bleibt weniger Energie für deine Verdauung übrig.
Mit der Hilfe einer Ernährungsanpassung und der Anpassung deiner täglichen Rutine kann deine Verdauung besser arbeiten und dein Körper kann besser kühlen.
- Da die Verdauung im Sommer geschwächt ist, sollte Rohkost nur in maßen genossen werden. Ein zu viel an Rohkost kann zu Verstopfung oder Blähbauch führen.
- Auch zu kalte Getränke und kalte Speisen sind nicht von Vorteil, da der Körper sehr viel Energie aufwenden muss um dich im Inneren wieder zu erwärmen. Diese Energie die dazu verwendet wird, fehlt nun bei unserer Verdauung. Also unserem Agni - dem Verdauungsfeuer.
- Um Agni zu erhöhen, bietet es sich an, eine halbe Stunde vor dem Essen warmes Ingwerwasser zu trinken. Ingwer entfacht das Verdauungsfeuer und hilft so die Nahrung besser zu verdauen.
Kapha - Typen können auch Ingwerpulver statt frischen Ingwer verwenden (dieses ist
austrocknend).
- Gewürze und Kräuter wie Pfefferminze, Koriander, Salbei oder Fenchel können einer Pitta-bedingten Überhitzung entgegenwirken. Das ayurvedische Allheilmittel Kurkuma wirkt entzündungshemmend, ebenso Aloe vera
- Um Pitta zu reduzieren verwende Kokosöl
- vermeide scharfe Gewürze wie Chili, Pfeffer, Knoblauch oder scharfe Gewürzmischungen.
Ein zu viel an Salz führt zu vermehrten Wassereinlagerungen und du fühlst die
aufgedunsen.
- Auch Koffein oder Alkohol erhöhen das Ungleichgewicht
Gurken-Minze-Lassi
Gurken sind perfekt für den Sommer, da sie viel kühlenden Saft enthalten. Ein Gurken-Minze-Lassi ist daher ein ideales Getränk, um das Pitta-Dosha zu beruhigen und unglaublich erfrischend.
- 1 Gurke pürieren
- den gleichen Anteil frisches Wasser
- Saft einer halben Limette od. Zitrone
- etwas Minze ev. mit Rohrzucker oder Sharkara süßen
Alle Zutaten mixen und mit einer Prise Salz abrunden.
Kokos-Curry mit Gemüse
Dieses milde Gemüsecurry bietet eine Vielzahl von
Geschmacksrichtungen und Nährstoffen, außerdem wirkt Kokosmilch kühlend und bring Pitta wieder zu Beruhigung.
Die Zubereitung des Kokos-Currys:
- Den Basmatireis nach Packungsanweisung kochen.
- Das Gemüse (Brokkoli, Fenchel, Zucchini, Karotten und Sellerie) in mundgerechte Stücke schneiden.
- Das Gemüse in Kokosfett anbraten, bis es leicht gebräunt ist.
- Pitta Masala (Bockshornkleesamen, Bohnenkraut, Estragon, Fenchel, Koriander, Kreuzkümmel, Kurkuma, Lorbeerblätter, Salbei, Vollrohrzucker, Steinsalz)
- Kokosmilch eingießen und das Curry bei mittlerer Hitze köcheln lassen, bis das Gemüse weich und die Sauce cremig ist.
- Mit Steinsalz abschmecken und mit Cashewkernen und frischen Kräutern garnieren.